Durchblutungsstörungen der Beine:

Durchblutungsstörungen der Beine verursachen Schmerzen und Muskelkrämpfe, die während des Gehens auftreten. Bleibt man nun stehen, vergehen die Schmerzen, um beim neuerlichen Gehen wiederzukommen. Man spricht von der so genannten Schaufensterkrankheit. Bei fortschreitender Durchblutungsstörung treten die Schmerzen bereits in Ruhestellung auf - typischerweise vor allem in der Nacht. Auch kann es zum Absterben von Gewebe (offenes Bein) kommen, vor allem im Zehen- und Fersenbereich.

Abklärung:

Der Schweregrad der Durchblutungsstörung wird durch Befragung und klinische Untersuchung des betroffenen Beines festgestellt. Weitere Hinweise erhält man durch die Ultraschalluntersuchung, aus der Blutdruckmessung am Arm und Bein wird das Ausmaß der Minderdurchblutung des Beines berechnet (AB-Index).

Bei schweren Durchblutungsstörungen, die eine operative Behandlung erforderlich machen, wird auch eine Gefäßdarstellung durch Magnetresonanz (MR-Angiographie) oder Kontrastmittelröntgen (Angiographie) notwendig sein.

 

Behandlung:

In erster Linie müssen die Risikofaktoren behandelt werden, die zur Gefäßverengung geführt haben. Dazu zählen: Rauchen, erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutfettwerte, Bewegungsmangel und Diabetes.

 

Medikamente:

Die Behandlung der Durchblutungsstörung kann durch Medikamente unterstützt werden, wobei hier die Palette von Tabletten (Aspirin, Clopidogrel, Pentoxyfillin, etc.) bis hin zu Prostaglandin-Infusionskuren reicht.
Injektionen gefäßerweiternder Mittel in die Arterien in Abständen von 4 Wochen führen ebenfalls zu einer Verbesserung der Durchblutung, und werden vor allem bei den so genannten „peripheren Durchblutungssstörungen“, wie sie typischerweise bei Zuckerkrankheit auftreten, eingesetzt.

 

Operation:

Bei fortgeschrittener Durchblutungsstörung, die sich durch Medikamente nicht mehr bessern lässt, müssen invasive Verfahren eingesetzt werden. Dazu zählen bei kurzstreckigen Verengungen einer Beinarterie Ballondehnung, Stents, evtl. Ausschälung, bzw. bei längerstreckigen Verengungen eine Bypassoperation.